Wie entstehen Fitnessmythen?

Was wäre die Welt ohne Mythen und Legenden? Auch in der Fitness-Welt kommen wir nicht um diverse Behauptungen herum! Gerade als Neuling ist es schwer zu unterscheiden, welchen Aussagen man nun Glauben schenken kann oder eben auch nicht. Wer kann sich noch an seinen ersten Tag im Gym erinnern? Meist startet man mit einem Probetraining, bekommt einen Trainingsplan an die Hand und soll sich nun 6 Wochen daran halten. Man ist motiviert und achtet penibel darauf, was der Fitnesstrainer einem gesagt hat. Das muss doch der Schlüssel zum Erfolg sein oder nicht?

Spätestens nach ein paar Wochen und neu geknüpften Kontakten im Gym wird einem jedoch klar, den einen Weg gibt es nicht. Eine Aussage trifft auf die andere und man befindet sich schneller als man gucken kann im Dschungel der Fitness-Mythen!

Da gibt es den einen breiten Typen, der einen riesigen Bogen um die Cardiotgeräte macht, weil er der festen Überzeigung sei, dass Ausdauertraining  jegliche Muskulatur zerstöre oder die Frauen die du nie mit einer Hantel sehen wirst, die mehr als 2 Kilo wiegt, weil man ja als Frau ganz schnell aussehen könnte wie Hulk.

Und Kohlenhydrate nach 18 Uhr schicken dich auf direktem Weg in die Adipositas.

Man merkt schnell, in den heiligen Hallen des Fitnessstudios möchte jeder Experte sein und lässt sich in seinen eingefahrenen Denkweisen nur schwer auf andere Blickrichtungen ein. Ich möchte jedoch nicht alle über einen Kamm scheren, bitte nicht falsch verstehen! Mythen sind ja schließlich auch irgendwann mal aus bestimmten Gründen entstanden und sind auch nicht ohne Grund bis heute in aller Munde. Sie erzählen Geschichten, in denen ein rätselhaftes oder zumindestens besonders interessantes Geschehen in einem glaubhaften anschaulichen Rahmen beschrieben ist. Das Problem an der Ganzen Sache ist, viele Menschen hinterfragen nicht, sondern glauben einfach.

Nehmen wir den Mythos, Kohlenhydrate nach 18 Uhr machen dick. Er ist irgendwann mal enstanden weil Person XY am Abend vielleicht bewusst oder unbewusst, auf energiereiche Kost verzichtet hat und damit tolle Abnehmerfolge erzielen konnte. Nach ein paar Wochen fällt auch seinen Mitmenschen auf, dass diese Person etwas schlanker um die Hüften geworden ist. Da es immernoch das Ziel der Meisten ist, ein paar Kilos zu verlieren wird diese natürlich gefragt, wie sie dies angestellt hat. Person XY erzählt nun allen, dass sie Abends einfach keine Kohlenhydrate mehr zu sich genommen habe. Das was sich jetzt in den Köpfen einprägt, ist Kohlenhydrate sind böse Dickmacher, besonders nach 18 Uhr!

Und jetzt kommt der wichtigstee Punkt: Eigentlich hat sich Person XY durch den Verzicht von energiereichen Lebensmittel einfach nur in ein Kaloriedefizti begeben und hat dadurch abgenommen. Die gleiche Person hätte jedoch auch mit einem Teller Pasta am Abend die gleichen Erfolge erreicht, wenn sie sich damit trotzdem noch in einem Kaloriedefizt befunden hätte.

 

Wisst ihr worauf ich hinnaus möchte? Hinterfragt und Informiert euch. Es gibt nicht nur den einen Weg, sondern ganz schön viele seine Ziele zu erreichen! Was für euch funktioniert, muss nicht für jede andere Person funktionieren. Man lernt schließlich nie aus.

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